Gestern also der lang ersehnte Tag: Der Hase kam zurück vom Auslandssemester.
Ich hatte ja schon eine Überraschungsabschiedsparty organisiert und ließ es mir nicht nehmen, auch so eine Begrüßung zu starten. Ich lud ein paar Leute ein, es gab Essen und Wermut, und wir warteten; da der Hase nicht wusste, dass sowas anstand, ließ er sich auch Zeit und kam erst so spät an, dass einige Gäste nur eine halbe Stunde mit ihm hatten... ^^ Aber es war nett, und er hätte nichts geahnt, hätte Spoiler-Frau-Pfeil nicht ihr Auto direkt vor der Haustür geparkt und alles verraten..^^
Bis Mitternacht saßen wir herum, dann blieben nur der Hase und ich übrig. Wir setzten uns aufs Sofa und es fühlte sich eigentlich so an, als würden wir uns gleich verabschieden; nach einem über-12-Stunden-Flug und einem Familienbegrüßungsmarathon war der Hase auch ausreichend müde.
Und dann...ich weiß nicht, wir redeten über mich, über den Compsognathen, über Beziehungen, über Liebe, über das Universum, und ich heulte, und heulte, und heulte. Es tat mir eigentlich voll leid, weil ich ihm die Begrüßung nett gestalten wollte und dann wie ein Schloßhund heulte, aber absurderweise war es trotzdem lustig (warum lachen eigentlich immer alle, wenn ich weine..?), weil wir, man kann es nicht anders sagen, einfach ein gutes Team sind. Ich mag heulen, dann versucht er, mich aufzumuntern, und dann lachen wir über meine Misere. Gestern standen wir zwar bereits, um uns zu verabschieden (und ich spielte mit seinem Schal, und mein Herz tat weh), aber dann saßen wir doch wieder am Esstisch, und redeten, und könnt ihr glauben, dass er erst um 7 Uhr morgens ging, und das auch eher nur, weil es vorerst nichts mehr zu reden gab?
Wie ich letztens zu Frau Pfeil sagte... der Hase und ich sind eben...derHaseundich.
Und wir spielten.
Ich schenkte meiner Mama zum Geburtstag eine Schachtel mit Kühlschrankmagneten, und dann stellte ich fest, dass unser Kühlschrank nicht magnetisch ist. Argh. Dafür dekorierte ich ein wenig die Abzugshaube..
...und präsentiere sonst eben den Gästen das Döschen, in dem die jetzt stecken, auf dass sie mir etwas basteln. Wir haben also munter Sätze für den Hasen gelegt, und im Anschluss legte ich die Magneten wahllos auf eine Platzmatte (es muss also niemand nach versteckten Hinweisen suchen, da ist nichts absichtlich gelegt). "Mach die Augen zu und tipp auf ein Wort", sagte ich. Ich drehte die Matte, der Hase tippte, dann frug er, "Wo bin ich?", und ich staunte, denn sein Finger lag auf dem Wort "
hier". Verrückt, oder?
Dann war ich dran, und ich tippte das Wort "
ewig", und der Hase meinte, das sei voll gut, und bezog es auf den Compsognathen, was mich wunderte.
In einem Workshop hatte ich vor einiger Zeit etwas gespielt, was ich bereits mit dem Compsognathen wiederholt habe: Man schreibt den Vornamen seines Gegenübers auf und überlegt sich zu jedem Buchstaben etwas. Ich wollte etwas erzählen, nämlich, welche zwei Worte der Compsognathus für L und A bei mir wählte, und dann spielten der Hase und ich das auch, und es war sehr nett - er gab sich total Mühe und überlegte lange, während ich die Worte für seinen Namen in einem Rutsch runterschrieb, haha. Was ich über ihn schrieb, sage ich vielleicht nicht, ich weiß nicht, aber er schrieb über mich:
K für K. L. U. K. :D ...Weil wir immer Simpsons sahen... ^^... und weil er mich für tatsächlich klug hält, weil ich studiere. Und so.
A für amourös...weil wir in letzter Zeit viel auch über intime Dinge gesprochen haben und mittlerweile auch wieder etwas flirten.
M für ... milbig. Weil ich auf Milben allergisch bin. Haha.
I für innig. Weil ich den Compsognathen innig liebe, und weil auch die Beziehung zwischen dem Hasen und mir früher sehr innig war und jetzt immer noch ist. Das war mein Lieblingsbuchstabe, ich fand sehr schön, dass er das sagte.
L für lyrisch, weil ich schreibe.
A für alternierend - weil ich in letzter Zeit quasi manisch-depressive Züge trage und meine Stimmung ständig schwankt und es achterbahnmäßig hoch und runter geht mit mir...
Ich schlief schone in paar Stunden und wachte von allein auf, aber ich fühle mich ziemlich erschlagen; ich merke, dass ich viel geweint habe, ich bin erschöpft und ganz ausgetrocknet und fühl mich fiebrig (aber ich habe kein Fieber). Ich freue mich, dass der Hase da ist; es ist schon so, dass er das Stückchen Herz, das er mitnahm, als er abflog, zurückbrachte, aber ein anderes Stück fehlt.
Na ja.
* - Ist das nicht in köstlicher Titel? Als ich gestern den Hasen frug, welche Kosenamen ich ihm schon gegeben habe, nannte er "Kokosnuss", was ich bis dahin völlig vergessen hatte. Ich nannte ihn einmal so, weil er etwas dämliches, aber nettes getan hat, und ich musste so lachen, und sagte "Du bist wie eine Kokosnuss, hohl und süß", <3. Labels: Daily Post, Gedankenzeug, Neu und Toll, Sprach